Nach dem wir auf unserem Traumhaften Stellplatz zwischen den riesigen Tannen eine wunderbare und super ruhige Nacht hatten, wachten wir erholt am nächsten morgen begleitet vom Vogelgezwitscher in den Bäumen auf. So langsam kam die Sonne über die Berge und wandelte den Wald in ein traumhaft magisches Licht. Auch in den Zelten unserer französischen Stellplatznachbarn begann es sich zu bewegen und das treiben auf der Waldlichtung wurde langsam lebendiger.

Wir machten uns erstmal Kaffee und beim Frühstück überlegten wir, wie wir den folgenden Tag am besten verbringen wollten. Klar war, wir müssen weiter Richtung Süden. Also entschlossen wir uns die Offroad-Route über Mont Jovet in südliche Richtung zu Ende zu fahren und dann über die Autobahn einige Kilometer Strecke in Richtung Italien in die Gegend Naturpark Salbertrand zu machen. Dort gibt es einige sehr Interessante Offroad-Routen über die Bergpässe, von denen wir die eine oder andere fahren wollten. 

Nachfolgend einige Bilder und Videos der restlichen Route über Mont Jovet:

Video-Wiedergabeliste. Die Videos werden nach und nach abgespielt!

Nun kann man sich fragen, warum nenne ich den Seitentitel „organisiertes durcheinander“? Dazu komme ich jetzt, es wird kompliziert!

Ich hatte mich schon lange mit den Offroad-Alpenrouten und Ihren Eigenheiten, Beschränkungen und Fahrverboten beschäftigt. So sind manche Routen nur an manchen Tagen zu befahren, andere haben Höhen, Breiten – und/oder Gewichtsbeschränkungen oder eine Kombination aus allem. So wird es einem gar nicht so einfach gemacht eine durchgängige (Offroad)-Route von Nord nach Süd zu fahren. Fakt ist, wir müssen am Samstag den 16.08.2025 in Limone-Piemonte sein um die Ligurische Grenzkammstraße (Nord) für die wir ja schon vor längerer Zeit unser Befahrungsticket gekauft haben, zu befahren. Die Ligurische Grenzkammstraße (Nord) ist unter anderen eine der schönsten, aber auch eine der am stärksten reglementierten Strecken überhaupt – das wollten und durften wir nicht verpassen. Aber nun, zum „organisierten durcheinander“.

Mein Plan war folgender:
Wir fahren vom Mont Jovet aus runter in den Naturpark Salbertrand und fahren zum Startpunkt des Col de Sommeiller, da dieser am Mittwoch den 13.08.2025 geöffnet hat um diesen zu befahren. Ich dachte mir, wir kommen Dienstag-Abend dort an, schlafen am Start des reglementierten Teil in der Nähe des Lago di Rochemolles oder am Rifugio Scarfiotti, kurz vor der Sperrung an der Mautstation. Fahren Mittwoch auf den Gipfel des Col de Sommeiller, schlafen dort oben und am nächsten morgen gehts rüber zum Monte Jafferau – eine ebenso tolle Offroad-Strecke und ein weiteres Highlight das man gefahren haben muss. Jetzt kommt die Krux meiner Fehlplanung:

  • Col de Sommeiller – nur Mittwochs und Freitags befahrbar. Hätten wir oben übernachtet, müssten wir bis Freitag oben auf dem Sommeiller bleiben, die Straße wird Abends gesperrt – 1 Tag Fahrzeit verloren
  • Monte Jafferau – ebenso, nur Mittwoch und Freitag befahrbar, ansonsten gesperrt. 

Zusätzlich kam hinzu – man kommt am Col de Sommeiller gar nicht erst in die Nähe meiner geplanten Übernachtungsplätze – die Straße wird schon weit vorher unten im Tal gesperrt. Das hatte ich nicht so auf dem Schirm. Es blieb lediglich ein öffentlicher Parkplatz an der Schranke zum übernachten. Dort wollten wir aber nicht die Nacht verbringen!

Ergebnis, wollen wir beide Routen fahren, 2 Tage Stillstand und Verlust, keine Zeit mehr um bis Samstag nach Limone-Piemonte zur Ligurischen Grenzkammstraße zu kommen (ca. 220km). Verdammt, völlig verplant. Nun musste eine Entscheidung her und wir mussten umplanen. 

Zu erst brauchten wir eine neue Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe. Wir entschieden uns für die nahegelegene Piste hoch zum Lago Nero um an der Verlassene Kaserne von Fonte Tana zu schlafen. Des weiteren entschieden wir uns aus Zeitgründen dazu NICHT den Col de Sommeiller zu fahren, sondern am Mittwoch den Monte Jafferau zu befahren, den ich persönlich für die abwechslungsreichere und mit mehr Highlights versehene Route halte zu fahren. Schade – kein Col de Sommeiller. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, kommen wir halt noch mal hier her – irgendwann!

Stellplatz an der Kaserne Fonte Tana:
44.910056, 6.798797
44°54’36.2″N 6°47’55.7″E
https://maps.app.goo.gl/17W2mtvcPM82JwUe7

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